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4. Tag.Rumgammeln und verstärkte Körperpflege war angesagt, da es erstens regnete und wir es zweitens oft so handhaben nach zwei bis drei Tagen Motorrad fahren einen Ruhetag einzulegen. Man kann so das Gesehene besser verarbeiten und der Urlaub soll ja auch nicht in Stress ausarten. Wir freundeten uns mit den „geerbten Hauskatzen“ an, die zu den Ferienhäusern gehörten. Ein Kater und eine Katze, die unzertrennlich waren und von mir „Yin und Yang“ genannt wurden, weil sie beim Schlafen immer an das entsprechende Zeichen erinnerten (siehe Bild). Mit der Zeit wurden wir ihre liebsten – und wohl auch einzigen- Dosenöffner.Nach dem Mittag wurden wir dann doch langsam etwas unruhig und so beschlossen wir, mit dem Auto nach Ajaccio zu fahren, um uns die Stadt anzuschauen. Die Stadt machte einen recht interessanten Eindruck, jedenfalls erheblich großstädtischer als es die ca. 65 000 Bewohner vermuten lassen. Das liegt wohl an dem Hauptstadtstatus der Stadt. Der Regen nahm immer stärker zu, so dass wir frühzeitig wieder zurück fuhren. Auffallend war jedoch folgendes:Korsika zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die Insel unheimlich geruchsintensiv ist. Im Idealfall riecht es nach allerlei Gewürzpflanzen, die hier wild wachsen. Das gilt unter anderem auch für die vielen Eucalyptusbäume, die an den Straßenrändern wachsen. Neben den hohen Bergen und der sehr üppigen Vegetation fällt als erstes bei der Ankunft der intensive Geruch nach Gewürzen, Wildkräutern und anderen Pflanzen auf. In Ajaccio - bei Regenwetter- ist das ganz anders. Die Kanalisation wird mal so richtig mit Wasser geflutet und es wird anscheinend so einiges gelöst, was schon länger dort geklebt hat. Die schönen Gerüche wandeln sich in einem üblen Gestank, der um Längen intensiver ist, als das, was wir bei unsere letzten Abwasserrohrverstopfung zu Hause erlebt haben. Respekt meine Herren (und Damen wahrscheinlich auch).Wir lernten: -Die Insel ist in jeder Beziehung geruchsintensiv. Das ist übrigens auch unterwegs erfahrbar. Manche Schweine auf der Straße richt man bevor man sie sieht und es gibt Straßenabschnitte dieduften wie ein lange nicht gesäuberter Schweinestall.

5.TagWir fuhren in den südlichen Teil der Insel. Über Ajaccio nach Propriano und über Sartene zurück nach Hause. Insgesamt eine sehr schöne Tour. Hab nur leider auf der Hinfahrt nicht so genau auf meine Tankanzeige geachtet, weil die Eindrücke zu zahlreich waren. Der Süden Korsikas sieht nämlich wirklich irgendwie südlicher aus. Ich will damit sagen, dass man auf Korsika 30 oder 40 Kilometer fährt und tatsächlich einen ganz andern Landschftstypus hat. Korsika ist irgendwie der Alpenraum bis Sizilien auf einer Insel, wie so eine Art Miniaturland. Mitten in der Pampa stellte ich fest, dass ich normalerweise nach ca. 20 Kilometer tanken müsste. Das zu Rat gezogene Navi teilte mir mit, dass die nächste Tanke 49 km entfernt sei. Da kommt dann Freude auf. Wir sind dann die abschüssigen Straßen hinabgerollert, so dass ich mir schon wie eine Mischung aus Rennrodler und Bobfahrer vorgekommen bin. Ansonsten immer schön frühzeitig hochschalten und gaaanz vorsichtig beschleunigen. Spaß sieht irgendwie anders aus und fühlt sich auch anders an. An der Tanke dann das große Staunen. Es waren noch 2,5 Liter in dem Tank.Auf der Hinfahrt haben wir ein Stündchen an dem Strand von Campomoro Pause gemacht. Die Einheimischen in Badezeug haben zwar etwas geschaut, als wir in den Motorradklamotten am Strand auftauchten, aber das war es dann auch. Als wir dann aufbrachen sagte ich zu meiner Frau: „Ein wirklich schöner Ort und vor allen Dingen so schön ruhig. Man hört nichts. Noch nicht mal ein Auto.“ Sie fragte darauf ob das jetzt ein Witz sein. Als ich sie verständnislos anschaute, sagte sie nur: „Du bist doch grad dabei dein Moped anzuschmeißen. Dann ist es mit der Stille vorbei.“ Naja „loud saves lives“ oder so. Aber sooo laut ist mein Moped auch nicht.Auf der Rückfahrt sahen wir noch viele ungewöhnliche Felsformationen (siehe Bild). Einige sahen sogar aus wie Totenköpfe. Auch das ist ganz typisch für die Insel. Man hat manchmal den Eindruck, als wenn sich überirdische Bildhauer ausgetobt hätten. Für Geomorphologen auf jeden Fall paradiesische Zustände.Bezüglich der Staßenzuständen lernten wir folgendes:Auf Korsika gibt es drei Straßenkategorien, die für ein Straßenmotorrad interessant sind: - Die N-Straßen (meistens rot auf der Karte), wahrscheinlich Nationalstraßen oder Fernstraßen. Sie sind bei uns gut ausgebauten Landstraßen gleichzusetzen und super zu fahren. In der Regel auch recht kurvenreich mit meistens einem vernünftigen Belag ausgestattet und häufig frei von Viechern (ab und zu mal `ne Kuh bestätigen die Ausnahme. Aber keine Schweine). Als Schulnote 1-2 - D-Straßen in gelb oft noch ganz passabel, aber mit wechselndem Belag. Man kann sich halt nicht darauf verlassen, wie der Zustand ist. Oft sind z.B. die Kurven neu geteert, während die Geraden dazwischen ein einziges Flickwerk sind. Zu 50 % besitzen sie aber eine super Qualität in einem glitzernden Asphalt, der sehr griffig ist. Nicht umsonst werden hier viele Reifentest und Neuvorstellungen von Motorrädern von den entsprechenden Herstellern gemacht. Vorsicht vor den Übergängen im Staßenbelag vor den Brücken. Hier können manchmal regelrechte Stufen im Asphalt sein. Schulnote 1-3 - Die D-Straßen (meistens gelb oder weiß auf der Karte), können gut sein, sie müssen es aber nicht. In weiß eher was für Masochisten auf der Staßenmaschine oder für Endurofahrer gut geeignet („Schnief“; da fehlte mir schon manchmal meine DR800). Die Straßen sind häufig geflickt- oder auch nicht - mit Schlaglöchern und allerlei Viehzeug versehen. Landschaftlich entgeht einem nix, wenn man diese Straßen meidet. Schulnote 4-5.

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