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2.TagMorgens die Wohnung nach den eigenen Bedürfnissen umgemodelt, weiter ausgepackt, zu Mittag gegessen und dann rauf aufs Mopped und ungeplant Richtung Norden an der Küste entlang gefahren. Sind bis nach Porto gekommen und haben zwischendurch fantastische Ausblicke auf die Küste und die Berge gehabt. Ein absolutes Highlight sind die „Les Calanches“ in der Nähe von Piana, eine Bergformation mit rötlichem Gestein, die insbesondere in der Abendsonne wunderschön aussieht. In Porto fand ein Mountainbike- Wettbewerb statt und ich fand es sehr befriedigend zu sehen, dass die Mountainbiker ihr Fahrgerät noch intensiver Pflegen als die Motobiker. Ausnahme sind vielleicht die Schönwetter- Harleyfahrer und die BMW- Endurofahrer (sorry Jungs das musste sein;-)).Wir wollten dann in einer Schleife über das Landesinnere nach Sagone zurückkehren aber die Straße war leider gesperrt. Es wurde auch keine Umleitung angeboten und so sind wir den Weg zurückgefahren.Wir lernten daher: - Korsika ist landschaftlich wunderschön. - In Frankreich (und also auch auf Korsika) werden Straßen gerne einfach gesperrt. Das dazu passende Schild hat die Aufschrift „Route barriere“ und muss in der Herstellung sehr preiswert sein, da oft verwendet. Umleitungen kann sich dann jeder selbst suchen.

3. TagHabe Ehrgeiz entwickelt und mir überlegt die am Vortag geplante Strecke von der umgekehrten Richtung in Angriff zu nehmen. Vielleicht ist die Baustelle ja nur klitzeklein und man kann trotzdem die, an dieser Strecke gelegenen, Sehenswürdigkeiten betrachten. Rauf aufs Mopped und losgedüst. Auf der Verbindungsstraße zwischen Evisa und Porto tauchte dann auch recht frühzeitig das Schild „Route barriere“ auf, so dass wir umkehren mussten. An einem Rastplatz sahen wir einen achtlos weggeworfenen Kadaver eines Wildschweinferkels der gehäutet war. Auf der Fahrt gab es jedoch noch eine andere Besonderheit zu sehen. Mindestens 200 Schweine auf der ganzen Strecke mehr oder weniger regelmäßig verteilt, in allen Größen, Farben und Fellsorten vom Ferkel bis zur ausgewachsenen Sau, wühlten am Straßenrand in den Wäldern und Entwässerungsgräben, sowie zahlreiche Rinder in allen Entwicklungsstadien und Rassen. In den Bergdörfern im Landesinneren hatten wir das Gefühl in Indien zu sein. Die Rinder liefen selbstverständlich durchs Dorf und bedienten sich an den Dorfbrunnen. Die Schweine tollten auf den Dorfplätzen herum und veranstalteten Wettrennen. Als wir dies sahen wurde uns auch das Verhalten der Korsen am Anreiseabend verständlich. Es gehört hier (jedenfalls im Westen der Insel) zum ganz normalen Leben, dass die Landwirtschaft praktisch auf der Straße stattfindet. Bei dieser Art der Tierhaltung gibt es halt auch ab und zu Verluste. Die schießwütigen Kerle finden das bestimmt unterhaltsam.Wir sind dann bis zum Lac de Caluccia weitergefahren, der als Stausee nicht weiter sehenswert ist. Jedoch sahen wir auf dem Weg etwas landestypisches, was sogar in den Asterix und Obelixcomic „Asterix auf Korsika“ Eingang gefunden hat. Die alten Korsen sitzen in den Bergdörfern immer noch gerne an der Hauptstraße mit einem Stock in der Hand und beobachten das Treiben. Allerdings nicht so kommunikativ wie im Comic (es saßen immer drei nebeneinander auf einem Baumstamm und kommentierten das Geschehen) sondern im Abstand von mehreren Metern.Auf der Rückfahrt hatten wir dann noch zwei nette Erlebnisse. Am Lac de Caluccia fuhren wir durch ein Dorf und sahen schon von Weitem eine Gruppe Jugendlicher auf den Marktplatz herumlungern (heute sagt man wohl „chillen“, früher eher „abhängen“). Zwei der Jungen waren motorisiert. Hier scheint es üblich zu sein, dass Roller oder Mofas umgebaut und frisiert werden. Es gibt auch kleine Motocross-Strecken auf den Höfen. Die Jungens sahen uns durch das Dorf fahren und fuhren uns hinterher. Am Dorfausgang gab es eine Bergabstrecke, die von den Beiden genutzt wurde um uns mit lautem Getöse und Geknatter zu überholen. Natürlich ohne Helm und Schutzkleidung und - Stolz wie Oskar - nur haarscharf an einem Rudel Schweine vorbei, die erschrocken das Weite suchten. Einige Kilometer weiter sahen wir dann, wie drei Korsen versuchten einen Boxer (ein Mitglied der bekannten kinderlieben Hunderasse) von einem Rind zu lösen das an einer Straßenlaterne angebunden war. Das Tier sollte in einen Viehtransporter verladen werden. Der Hund hatte sich in die Nase des Rindes verbissen und wollte nicht loslassen. Ein Korse zerrte an den Hinterläufen des Hundes, so dass dieser in der Luft hing, während das Rind vor Schmerzen laut muhte und versuchte den Hund abzuschütteln und zu treten. Die anderen beiden Männer sahen interessiert zu. Als wir langsam vorbeigefahren sind hat der Hund tapfer weiter festgehalten.Wir lernten an diesem Tag: - Landwirtschaft auf Korsika ist in den Bergen total stressless (für die Bauern). Sie findet zum großen Teil auf der Straße statt (Interessant wäre es zu wissen, wie die Haftung im Fall eines Unfalls geregelt wird). - Es gibt total süße Schweine und süße Kühe. Schade, dass sie nicht in die Koffer passen. - Alles was man zur Ernährung braucht, findet der engagierte Auto- oder Motorradfahrer hier auf der Straße;-) - Korsen sind schon kurz nach der Geburt Kamikazefahrer. - Boxer (gemeint ist die Hunderasse) können sich festbeißen und sind manchmal gar nicht so lieb.

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